Beim Urteilen mache ich einen Vergleich, betrachte ich etwas als
falsch oder richtig, gut oder schlecht. Die Wahrheit ist,
es gibt kein gut oder schlecht, richtig oder falsch.
Betrachte ich als etwas gut oder schlecht, besser oder schlechter,
vergleiche ich mich mit mir selber und urteile über meine eigene Realität.
Alles was ich sehe, habe ich erschaffen, also urteile ich über mich selbst.
Ich verurteile meine eigene Schöpfung, meine eigene Wahrnehmung.
Ich kann etwas als angenehm oder weniger angenehm empfinden.
Ich habe meine Vorlieben hier auf der Erde und kann, wenn ich mir bewusst bin,
wählen, wie ich meine Vorlieben ausdrücken will. Sie zu beurteilen macht
keinen Sinn, weil ich sie mir ja selbst gewählt habe, um eine Erfahrung zu machen.
Alles, was ich hier sage, steht vielleicht im Widerspruch dazu, was die
meisten Menschenengel für richtig oder falsch halten. Wie gesagt,
es gibt kein richtig oder falsch. Es gibt einfach Realitäten und jeder
Menschenengel hat seine eigene Realität, seine eigene Wahrnehmung.
So ist auch meine Realität und Sichtweise nicht absolut, deine sieht
verschieden aus, und für meinen Nachbarn noch einmal anders. Es gibt
so viele Realitäten wie es Menschenengel auf der Erde gibt.
Meistens sehen sich die Realitäten der Menschenengel sehr ähnlich,
sonst könnten wir nicht miteinander die Spiele spielen, wie wir es tun.
Was ich von einem anderen Menschenengel denke, betrifft mich selbst und
hat mit dem anderen nichts oder fast nichts zu tun. Ich handle meinen
Vorlieben entsprechend, was ich erschaffen und erfahren möchte. Was ich
über mich denke, realisiert sich, verwirklicht sich, egal wie es aussieht.
Das Universum, das Bewusstsein, lässt mich genau das erschaffen,
was ich mir vorstelle und imaginiere. Niemand und nichts hält mich davon
ab, das zu verwirklichen, was ich mir wünsche. Bin ich mir meiner Wünsche
bewusst, wird sich das realisieren und ich weiss, dass ich es erschaffen habe.
Bin ich mir meiner Wünsche nicht bewusst, bin ich immer wieder überrascht,
was sich mir in meinem Leben zeigt. Und verurteile es manchmal sogar, weil ich
meine, dass der andere es mir antut.